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Kurt-Hartwig-Siemers-Wissenschaftspreis 2012: 20.000 Euro für Hamburgs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung schreibt für das Jahr 2012 Zusammenarbeit mit der Edmund-Siemers-Stiftung erneut den mit 20.000 Euro dotierten Kurt-Hartwig-Siemers-Wissenschaftspreis aus.
Der Preis ist für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Ende der "Postdoc-Phase" bestimmt, die eine bedeutende wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften, gerne auch mit interdisziplinärem Bezug, erbracht haben. Der erforderliche Bezug zu Hamburg kann sich sowohl daraus ergeben, dass die Leistung überwiegend im Raum Hamburg erarbeitet worden ist, als auch daraus, dass die Arbeit ein hamburgisches Thema behandelt.
Die Bewerbung muss bis zum 30. April 2012 bei der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung (Edmund-Siemers-Allee 1, Raum 113, 20146 Hamburg) eingereicht werden.
Weitere Informationen zum Profil des Preises und eine Kurzbiographie von Kurt Hartwig Siemers finden Sie in der Rubrik Presse, den kompletten Ausschreibungstext für den Preis können Sie hier herunterladen:

Ausschreibungstext Kurt-Hartwig-Siemers-Preis 2012
Download (pdf, 108 kb)

 
Gustav Amsinck - ein Hamburger Großkaufmann in New York

Der elfte Band der Reihe "Mäzene für Wissenschaft" richtet den Blick auf die Verbindungen zwischen den USA und Deutschland: Constanze Rheinholz porträtiert (in der ersten umfassenden Biographie überhaupt) den Hamburger Großkaufmann Gustav Amsinck, der im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu Ansehen und Reichtum gelangte - und dabei seiner Heimatstadt und seiner Familie zeitlebens eng verbunden blieb.
1857 machte sich Gustav Amsinck auf den Weg in die Vereinigten Staaten. In der boomenden Metropole New York baute er das "Warencommissions- und Bankgeschäft" seines Bruders mit Geschick, Fleiß und Ideenreichtum aus. Unter seiner Ägide überstand "G. Amsinck & Co." Revolten in Südamerika, Betrugsversuche und Schiffsuntergänge. Neben dem Kerngeschäft, vor allem Zucker- und Kaffeehandel, engagierte sich der Merchant Banker auch beim Bau des Panamakanals.
Privat genoss Gustav Amsinck die schönen Künste und das Reisen. Gemeinsam mit seiner späten Liebe Florence reiste er gerne nach Italien - und immer wieder nach Hamburg, wo er das elegante Amsinck-Haus an der Binnenalster bewohnte, heute Sitz des Übersee-Clubs.
Als 1907 die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung ins Leben trat, gehörte Gustav Amsinck neben Alfred Beit und Max Warburg zu ihren wichtigsten Donatoren.
Zum 100-jährigen Bestehen der Stiftung aufgelegt, würdigt die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung mit der Reihe „Mäzene für Wissenschaft“ seit 2007 ihre Stifterpersönlichkeiten. Die anspruchsvoll gestalteten Bände erscheinen bei Hamburg University Press und können direkt dort (keine Versandkosten) oder im Buchhandel bestellt werden.